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3. Internationale Lions-Biker-Rally
12.08.2004 16.00 h bis 15.08.2004 12.00 h!
Am Donnerstag, den 12.08.2004, startete zum dritten Mal die Internationale Lions-Biker-Rally des LC
Bamberg-Michelsberg. 30 Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden verbrachten drei Tage im Herzen der Fränkischen Schweiz mit Motorradausfahrten in die umliegenden Naturparks, kulturellen Zwischenstopps und
natürlich gemütlichen Abenden bei Essen, Trinken und Bezingeflüster. Auch schlechtes Wetter, insbesondere am Samstag, konnte uns unsere gute Laune nicht verderben und selbst Freitag der 13. war für uns kein Problem.
Donnerstag, 12.08.2004: Am Donnerstag fand nach Begrüssungskaffee
schon die traditionelle Bike-Segnung statt. Trotz drohender Gewitterwolken machten wir uns pünktlich um 17 Uhr auf zur Gügel-Kirche hoch oberhalb der Gemeinde Schesslitz. Domvikar Dr. Hubert Schiepek nahm die
Segnung vor, die wieder für einen Moment zur Besinnlichkeit aufrief. Und sie erfüllte ihren Zweck: auch in diesem Jahr gab es während der Veranstaltung keine Unfälle.
Ergriffen nahmen insbesondere die “Neulinge” an diesem Programmpunkt teil. Der erste Abend der Biker-Rally findet regelmässig auf einem typischen Bierkeller statt. In diesem Jahr hatte die für die Abendorgansation verantwortliche Sabine Brey den Spezi-Keller in Bamberg ausgewählt. Kaum dort angelangt, begann ein Gewitter vom Feinsten! Ein Sturm fegte über den Stephansberg hinweg, die Blitze zuckten über den Dächern von Bamberg. Dies alles aber tat der Stimmung in der randvollen Gaststube keinen Abbruch. Marlise aus Holland hatte schon nach kurzer Zeit Franken und Ostfriesen zum Singen gebracht, während an anderen Tischen intensiv über die letzten Motorradabenteuer diskutiert wurde. Mit einem Absacker (auf holländisch afsaker ?), der vom Hotelwirt spendiert wurde endete der Abend im Park Inn in Hallstadt.
Freitag, 13.08.2004: Freitags morgens pünktlich um 9 Uhr starteten die in zwei Gruppen eingeteilten Motorradfreaks zur 220 km langen Ausfahrt in das Fichtelgebirge. Die Tour ging via Breitengüßbach, Hohengüßbach, Straßgiech, Scheßlitz, Wattendorf, Arnstein, Stadelhofen, Kasendorf, Thurnau, Neuenreuth, Neudrossenfeld, Pechgraben, Harsdorf Richtung Bindlach bis zur B2. Von dort nach Norden bis Bad Berneck und dann über die B 303 nach Osten. Über Grassemann fuhren wir vorbei an der Talstation der Ochsenkopfbahn nach Fleckl und weiter nach Fichtelberg. Im Bräustüberl der Brauerei Lindner hatte Chef Ingo Falk mit seiner Familie für ein Gulasch mit böhmischen Knödeln gesorgt. Derweil ging das erste Regenschauer des Tages nieder. Nur 500 m weiter besuchten wir als nächstes das Automobilmuseum Fichtelberg. Für die Oldtimer-Liebhaber gab es reichlich Autos und Motorräder aus den letzten Jahrzehnten zu sehen. Bei der Weiterfahrt zeigten schwarze Wolken im Südwesten an, was uns erwartete. Eingepackt in Regenkombis durchfuhren wir die ersten heftigen Niederschläge. Von der schönen Landschaft um Fichtelberg, Brand, Kulmain und Kemnath sahen wir nicht viel. Auf der B 22 nach Bayreuth wurde es dann wieder langsam trockener und während der nächsten Pause in der Eremitage in Bayreuth schien sogar die Sonne! Die Rückfahrt nach Bamberg über die B 22 quer durch die Fränkische Schweiz und den Würgauer Berg, eine ehemalige Bergrenn- strecke, hinunter war dann wieder von heftigen Regenfällen begleitet. Im Hotel in Hallstadt hieß es dann erst einmal trocken legen und duschen. Um 19 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus nach Trabelsdorf, westlich von Bamberg, wo es in der Nachbarschaft zum dortigen Schloß in Bischof´s Scheune ein amerikanisches Büffet gab. Sabine hatte auch für reichlich Fassbier gesorgt, dass sich jeder selbst zapfen konnte. Trotz der entspannten Atmosphäre sah man allen die Strapazen des Tages an.
Samstag, 14.08.2004: Kurz nach 9.30 Uhr starteten wir am Samstag morgen dann zu unserer letzten Tour für dieses Jahr. Sie führte uns über Geisfeld, Mistendorf, Teuchatz, Heiligenstadt, Gasseldorf, dann über die B 470 nach Pottenstein. Kaum hatten wir Bamberg verlassen, begann der Dauerregen. Wir waren froh, unseren Zwischenstopp, die Teufelshöhle in Pottenstein, erreicht zu haben. Während der Besichtigung war es in der Höhle selbst mit 9 Grad C zwar sehr frisch, aber zumindest trocken. Nach der Besichtigung ging es weiter über die landschaftlich phantastische B 470 und die B2 nach Obertrubach, wo uns Familie Ritter im Gasthof Alte Post Grillteller und Forellen zubereitet hatte. Die bereits in Vorbereitung befindliche Hochzeit, die dort am Nachmittag gefeiert wurde, lies so manche Gedanken über eine Brautentführung auf dem Motorrad, oder zumindest einen Tortendiebstahl aufkommen. Aber wir sind ja aufrichtige Biker und haben uns ohne Braut und Torte in strömendem Regen wieder auf die Motorräder gesetzt und sind weiter nach Burg Eggloffstein gefahren. Dort angekommen, zeigte uns der „Burgherr“, Freiherr Albrecht von und zu Eggloffstein, seine immer noch von ihm und seiner Frau bewohnte Burg. Kommentar unserer Gäste: Das ist doch etwas ganz anderes, als wenn man durch eine Museum geführt wird. Bei weiter strömendem Regen fuhren wir dann nach ca. 1 ½ Stunden über Pretzfeld, Ebermannstadt, Eschlipp, Drügendorf, Buttenheim, Seigendorf, Friesen, Leesten, Geisfeld, Litzendorf, Pödeldorf, Memmelsdorf, Lichteneiche und Gundelsheim zurück nach Hallstadt. Traditionell fand der Abschlussabend im Gewölbekeller des Park Inn in Hallstadt statt. Der Preis für die weiteste Anfahrt wäre wieder an Burghardt Seelige-Steinhoff vom LC Usedom gegangen. Burghardt musste uns aber schon am Morgen aus beruflichen Gründen verlassen. Der größte anwesende Lionsclub war in diesem Jahr der LC Wiesmoor mit Friedel, Bernhard und Gerold. Walter Neuwirth erhielt einen Ehrenpreis, weil er gleich 6 neue Teilnehmer gewonnen hatte. Auch diese 6 gingen nicht leer aus: sie waren zwar alle keine Lionsclub-Mitglieder, aber dennoch erhielten sie als größte Gruppe jeder ein Bamberg-Buch oder einen Bocksbeutel Frankenwein.
Mit dem Reinerlös in Höhe von 2.230 € unterstützten wir in
diesem Jahr ein Forschungsprojekt zum Uteruskarzinom der Comenius-Universität in Bratislava.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer für diesen Erfolg und die tolle
Atmosphäre, die inzwischen schon fast typisch für unsere Activity ist!
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