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“Wohlan die Luft geht frisch und rein…”
Mit diesen Worten beginnt das Frankenlied von Victor von Scheffel und es beschreibt wohl sehr gut, dass Gefühl, dass man bei der
nun achten Auflage der Internationalen Lions-Biker-Rally des LC Bamberg-Residenz in Bamberg/Hallstadt erleben konnte.
Insbesondere Petrus hat es gut gemeint mit der diesjährigen Biker Rally vom 13. bis 16. August 2009.
Bereits am Donnerstag hatte sich das bis dahin wechselhafte Wetter verzogen und die Anreise der rund 30 Teilnehmer aus
Deutschland und den Niederlanden erfolgte bereits bei Sonnenschein.
Nach dem obligatorischen Begrüßungsplausch bei Kaffee und Kuchen ging es anschließend im Konvoi zur traditionellen Biker-Segnung,
die in diesem Jahr an der Wallfahrtskirche in Maria Limbach stattfand.
Angeführt wurde die Kolonne von standesgemäß Lionsfreund Ludwig Merker, der eine Lionsfahne direkt vom Internationalen Konvent in
Minneapolis aufgezogen hatte.
Der Abend klang gemütlich aus in einem traditionellen Landgasthof im Umland aus, wo neben dem selbstgebrauten Bier schon
einmal die typisch fränkische Küche – von der Kellerplatte bis zum obligatorischen „Schäufela“ – verkostet werden konnte.
Am Freitag um 9.00 Uhr ging es in vier Gruppen zu 8 – 10 Motorrädern auf die erste Tour, die uns in weitem Bogen rund um Bamberg
führte.Auf verkehrsarmen Nebenstrecken ging es durch das beschauliche Lautertal an Kirchlauter und dann Ebern vorbei über Serpentinen an Lichtenstein. Die anschließende Abfahrt bot einen grandiosen Ausblick auf das
obere Maintal, das wir das majestätische Schloss Banz zur Linken und Staffelstein zur Rechten in Richtung Fränkischer Schweiz durchquerten.
Im malerischen Kleinziegenfelder Tal war dann Fahrspaß aufgrund der kurvenreichen Strecke garantiert.
Über die Höhen der Fränkischen Schweiz erreichten wir über Königsfeld und Heiligenstadt unser Etappenziel Burg Rabenstein.
Gestärkt durch ein fränkisches Mittagsmahl wurde uns von einem höchst originellen Burgführer die Geschichte der Burg Rabenstein
näher gebracht. Doch der Blick aus den Burgfenstern auf die die sanft geschwungenen Strassen des Aufsess-Tales machten bereits wieder Lust auf die Weiterfahrt.
Durch das Aufsesstal und über Mistelgau ging es nach einem Zwischenstopp auf der Hohenmirsberger Platte (tolle Aussicht) zurück
zur Fränkischen Schweiz.Entlang des Flüsschens Trubach ging es über Ebermannstadt in Serpentinen hinauf zum Flugplatz Feuerstein. Bei einer Kaffeepause konnte neben dem Flugbetrieb auch die herrliche Aussicht auf
das Regnitztal genossen werden, bevor es über Nebenstrecken zurück zum Hotel ging.
Nach dem Bustransfer nach Bamberg wurden wir bereits von dem Team des Stadt-Schauspiels erwartet, die uns auf eine Zeitreise in
das Mittelalter mitnahmen und an Originalschauplätzen mittelalterliches leben und Arbeiten, aber auch die damalige Gerichtsbarkeit nahe brachten. Im Mittelpunkt stand dabei der Bamberger Henker, der zum guten Schluß
doch noch zu seinem Weibe kam, sodaß beim anschließenden Henkersmahl im Gasthof „Wilde Rose“ noch einmal kräftig auf das glückliche Paar angestoßen werden konnte.
Die Samstagstour führte über Eisfeld und den Wintersportort Masserberg (941 m) in das Thüringische Schiefergebirge. Entlang des
gewundenen Flüsschens Schwarza ging es auf nahezu unbefahrenen Straßen – nur unterbrochen durch einige Baustellenampeln (Aufbau Ost?) – über Bad Blankenburg und Saalfeld über die Staumauer zum Ufer des Hohenwarter
Stausees. Nach der Überfahrt mit der Mühlenfähre wartete bereits das Mittagessen mit thüringischen Spezialitäten.
Frisch gestärkt ging es danach über Ziegenrück und Lehesten hinauf auf die Höhenrücken des Thüringischen Waldes, wo die teils
schlechten Straßenverhältnisse von den traumhaften Ausblicken mehr als ausgeglichen wurden. Nach der Abfahrt ins Tal ging es über Probstzella, nach Lauenstein, wo die gleichnamige Confiserie neben dem
vorangegangenen Augenschmaus auch manch Verlockendes für den Gaumen zu bieten hatte. Manchen war froh, über entsprechenden Stauraum zu verfügen, um die eine oder andere Kleinigkeit unterzubringen.
Über Kronach und Lichtenfels ging es zurück nach Hallstadt.
Der Abend stand ganz im Zeichen der Kontaktpflege sowie der Ehrungen und dem Austausch der Erfahrungen aus den gefahrenen Touren.
Auszeichnungen gab es traditionsgemäss für die Freunde aus den Niederlanden, die zusammen mit den Freunden aus Norderney Preise für die weiteste Anreise bekamen. Als größter teilnehmender Club wurde der LC Wiesmoor
ausgezeichnet.
Neben den obligatorischen Lions-Biker-Shirts konnte jeder Teilnehmer die aktuelle Ausgabe unserer Regionalzeitung „Fränkischer
Tag“ mit nach Hause nehmen, die über unsere Activity berichtet hat.
Abgeschlossen haben wir die gesamte Activity mit der Übergabe des Reinerlöses von EUR 2.000,-- an Herrn Dr. Reinhard Erös,
Gründer der Kinderhilfe Afghanistan, anlässlich einer auf Einladung des LC Bamberg-Residenz am 6. Oktober 2009 in Bamberg stattfinden Vortragsveranstaltung.
Die gute Resonanz der Teilnehmer sowie das mittlerweile bewährte Konzept machen eine Fortsetzung im nächsten Jahr vom 12. bis 15.
August 2010 sehr wahrscheinlich, so dass wir uns bereits heute auf das Wiedersehen mit unseren „Stammgästen“ aber auch auf das Kennenlernen neuer Teilnehmer freuen.
Nähere Informationen gibt es jeweils zum Jahresanfang per e-mail.
Wer nun Lust bekommen hat, auch mal die fränkische Provinz per Bike zusammen mit Freunden kennen zu lernen, kann sich gerne
über dies homepage oder über den Kontakt unsere Clubseite (www.lc-bamberg-residenz.de) anmelden.
Viele Grüße
Alfred und Josef
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